Interplast Stiftung

Längerfristige Humanitäre Projekte der INTERPLAST-Stiftung


1. Krankenhaus in Nordost-Brasilien: Coroatá
In der Armenregion Coroatá / Maranhao im Nordosten Brasiliens ist 1992 auf Initiative von Prof. Werner und Gretel Widmaier aus Stuttgart ein kleines Krankenhaus entstanden, in dem bereits 25 INTERPLAST-Teams in Zusammenarbeit mit Landshuter Ordensschwestern großartige humanitäre Hilfe geleistet haben. Dieses wunderbare Projekt der unmittelbaren Nächstenliebe lebt durch plastisch-rekonstruktive Operationen, die den mittellosen Menschen helfen, schwere angeborene Entstellungen oder verstümmelnde Verbrennungsfolgen zu überwinden. Hier unterstützt die INTERPLAST-Stiftung die Einsatzteams und die Ausbildung von 2 OP-Schwestern vor Ort. Zuletzt wurden auch dringend erforderliche Renovierungen im Operationssaal durch Stiftungsgelder ermöglicht.

2. Nepal-Krankenhaus: SKM-Hospital in Sankhu
Kaum ein INTERPLAST-Projekt hat seit nun mehr 13 Jahren soviel an längerfristiger Hilfe geleistet wie das INTERPLAST Hospital in Nepal. Als Vorzeige-Projekt der Entwicklungshilfe wird es von vielen engagierten Ärzten, Schwestern und Helfern getragen und dient neben der direkten Hilfe vor Ort auch als Ausbildungsstätte für nepalesische Ärzte und Schwestern. Auch die segensreiche Arbeit der leitenden Schwester Christa Drigalla aus Freiburg haben wir von der INTERPLAST-Stiftung finanziell unterstützt. Seit 1. November 2009 hat mit Übernahme der ärztlichen Leitung durch den nepalesische Chirurg Dr.Jaswan Shakya eine neue Epoche im INTERPLAST Hospital in Nepal begonnen. Er wurde durch die Ärzte von INTERPLAST ausgebildet und erhält auch weiterhin fachärztliche Unterstützung aus Deutschland. Damit sind wir einen Schritt weiter in Richtung Selbstständigkeit. Die Projektverantwortlichkeit liegt weiterhin bei INTERPLAST und Projektleiter Hein Stahl freut sich auch in Zukunft über tatkräftiges Engagement.

3. Burma (Myanmar): Aufbau plastisch-chirurgischer Versorgungsstrukturen
Bereits seit über 10 Jahren ist INTERPLAST in Burma aktiv. Heinz Schoeneich aus München hat sich mit einer Vielzahl von Mitstreitern das hochgesteckte Ziel gesetzt, neben den regelmäßigen Operationseinsätzen auch strukturelle Verbesserungen zur Förderung der Plastischen Chirurgie durchzusetzen. Krankenhausbauten, Sachmittel und Instrumente gehören genauso dazu, wie auch die enge Integration burmesischen Kollegen in das Hilfsprojekt als gleichwertige Partner. Hier leistet die INTERPLAST-Stiftung finanzielle Rückendeckung, damit diesem idealistischen Ziel nicht der Atem ausgeht. Eine große Spende für OP-Instrumentarium wurde 2009 durch die Stiftung ermöglicht.

4. Namibia: Plastisch-chirurgische Hilfe und Ausbildungsprojekt
Im Sinne „Hilfe zur Selbsthilfe“ betreiben wir ein plastisch-chirurgisches Operationsprojekt mit begleitender Ausbildung in der Sahelzone in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Seit 2006 engagiert sich INTERPLAST in Oshakati und Windhoek mit 2 Einsätzen jährlich, um in dem aufstrebenden Land auch die Versorgung der sozial benachteiligten Menschen zu unterstützen. Ein Vertrag mit dem Gesundheitsministerium ebnete den Weg und Matthias Gensior aus Korschenbroich wird auch für die nächsten 5 Jahre die Operationseinsätze koordinieren. Die INTERPLAST-Stiftung hilft bei der Beschaffung von geeigneten Instrumenten für die praktische Hilfe und Ausbildung der einheimischen Ärzte und Schwestern.

5. Indien: Immer wieder fehlt der Sauerstoff
In dem kleinen Städtchen Ghodegoan im zentralindischen Bundesstaat Maharastra hilft INTERPLAST seit 2007 ein kleines von Nonnen geführtes Krankenhaus mit Leben zu füllen, weil hier die Armut besonders groß ist. Doch immer wieder fehlt der Sauerstoff , um sichere Narkosen zu ermöglichen. Zusammen mit dem „Ebersberger Förderverein für Interplast EFI“ von Hajo Schneck haben wir nun von Stiftungsspenden einen Sauerstoffgenerator angeschaftt, der für die nächsten INTERPLAST-Einsätze zur Verfügung stehen wird. Pater Prakash ist überglücklich, dass wir ihn in seiner ländlichen Armenregion nicht im Stich lassen.

6. Hospital-Projekt Tosamaganga in Tansania
Das Krankenhaus der Diözese Iringa liegt im Herzen Tansanias und wird von Hubertus und Marlene Tilkorn aus Münster durch INTERPLAST-Teams unterstützt. Obwohl alle ihr Bestes geben, sind die hygienischen und räumlichen Bedingungen vor Ort so katastrophal, dass wir immer wieder um die von uns operierten Patienten bangen müssen. Hier hat die INTERPLAST-Stiftung Gelder zur Verfügung gestellt, um eine dringend erforderliche Renovierung zu realisieren, denn dieses segensreiche Projekt braucht wirklich unser längerfristiges Engagement.

7. Notstromaggregat für das Krankenhaus in Puma / Tansania
In der Trockenzeit bricht mehrmals in der Woche die Stromversorung des Krankenhauses in Puma zusammen. Michael und Regina Schidelko, die seit vielen Jahren dort in der entlegenen Region Tansanias INTERPLAST-Einsätze organisieren, baten die INTERPLAST-Stiftung um die Kostenübernahme für ein Notstromaggregat. Inzwischen ist dieses erfolgreich installiert und versorgt Operationssaal und die benachbarte Krankenstation mit Notstrom.

8. INTERPLAST-Projekt Murunda in Ruanda
Gemäß der INTERPLAST-Philosophie versuchen wir abseits der großen Zentren plastisch-chirurgische Hilfe anzubieten, wo die Armut am größten ist. Leider sind vor Ort aber die räumlichen Bedingungen für eine medizinische Versorgung oft äußerst dürftig. So auch beim Murunda-Hospital in Ruanda, wo Arnulf Lehmköster aus Vreden eine neue INTERPLAST-Kooperation initiieren will. Als Vorraussetzung für zukünftige Hilfseinsätze soll mit Unterstützung der INTERPLAST-Stiftung ein OP-Trakt mit Gästehaus entstehen. Es ist Ziel, eine kontinuierliche operative Tätigkeit auf plastisch-rekonstruktivem Gebiet und die Ausbildung des Personals zu ermöglichen.

9. Ausbildungshilfe für Anästhesie-Assistenten in Kamerun
Seit Jahren engagiert sich die INTERPLAST-Sektion Schopfheim in Kamerun und bietet eine längerfristige Perspektive für die dringend benötigte plastisch-chirurgische Hilfe in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Pflegepersonal vor Ort. Um eine zuverlässige anästhesiologische Betreuung der Patienten zu ermöglichen unterstützt die INTERPLAST-Stiftung die 3 jährige Ausbildung eines Anästhesie-Assistenten, der sich als äußerst zuverlässig und kompetent bei den Einsätzen gezeigt hat.

10. Solar-Anlage zur Stromversorgung für die Krankenstation in Gehandu / Tansania
Gehandu ist eine kleine Missionsstation mit einer Krankenstation, die in einem entlegenem Gebiet im Süden Tansanias gebaut wurde, um die dort lebenden Menschen medizinisch und in Hungerszeiten mit Lebensmittel zu versorgen. Die Station liegt in einer ausgesprochen trockenen und unwirtlichen Gegend, sie verfügt weder über eine öffentliche Strom- noch über eine Wasserversorgung. Das Trinkwasser wird wöchentlich aus dem 100 km entfernten Puma mit Tankwagen herbeigeschafft. Der Strombedarf, besonders für die Krankenstation, soll zukünftig mit Solarstrom gesichert werden. Die INTERPLAST-Stiftung beteiligt sich an der Finanzierung der Photovoltaik-Anlage für das Hospital. So können dann auch hier Medikamente gekühlt und die neu errichtete Geburtshilfestation in Betrieb genommen werden.

11. Mobil Clinic - SWIMMING DOCTORS - RIVER DOCTORS in Burma
Die INTERPLAST-Sektion München mit Heinz Schoeneich engagiert sich seit Jahren für längerfristige Versorgungsstrukturen für Plastische Chirurgie in Myanmar (Burma). Nachdem der Wirbelsturm Nagris im Delta des Irawadi-Flusses unzählige Opfer geforderte hatte, die nur über Schiffe zu erreichen waren, entschloss sich Schoeneich zusammen mit Jürgen Gessner mobile Kliniken auf Booten zu bauen. Inzwischen behandeln oder erfassen auf 2 kleinen Hospital-Schiffen burmesische Ärzte und Schwestern 50-120 Patienten pro Tag und versorgen damit auch die entlegensten Dörfer. Die INTERPLAST-Stiftung hat die medizinische Ausrüstung dieser segensreichen Hilfseinrichtung finanziell unterstützt.

12. Nachhaltige Hilfe für verbrannte Kinder in Bolivien
Nach einem sehr erfolgreichen INTERPLAST-Bolivieneinsatz in Santa Cruz in Kooperation mit der örtlichen Hilfsorganisation CERNIQUEM (Centro por Rehabilitation de Ninos con Quemadas) planen Gunther Kranert und Horst Aschoff ein längerfristiges Engagement für dieses Projekt. Ziel ist es eine vollständige Betreuung und Rehabilitation von jungen Verbrennungsopfern durch rekonstruktive Operationen, Krankengymnastik und Nähen von Kompressionsanzügen. Helga Richter und der örtliche Rotary-Club sind hier die Protagonisten, die diese äußerst sinnvolle Hilfe organisieren. Mit Geldern der INTERPLAST-Stiftung soll das Zentrum für verbrannte Kinder personell über die nächsten Jahre unterstützt werden.

13. Weiterbildung eines engagierten Operationspflegers in Tanzania
Hubertus und Marlene Tilkorn setzen sich für eine Weiterbildung des Operationspflegers Bruder Godwin Gosso ein, der sie bei ihren letzten Einsätzen im Ipamba Hospital in Tosamaganga in Tanzania sehr tatkräftig und umsichtig unterstützte. Die 3 jährige Ausbildung zum Operation Theatre Manager käme dem gesamten Hospital-Projekt zugute und würde die Selbsthilfe vort Ort nachhaltig fördern. Hier sind Gelder der INTERPLAST-Stiftung sicher sinnvoll eingesetzt.

14. Operationseinrichtung für neues Medical Care Center in Burma
Um die mangelhafte medizinische Versorgung der Menschen in dem vom Wirbelsturm verwüsteten Irawadi-Deltas in Burma zu verbessern, wird von der AMARA Foundation und KNORR-BREMSE global-care ein Medical Care Center in Dedaye errichtet. Heinz Schoeneich hat mit seiner Sektion München zugesagt, einen Teil der medizinischen Ausstattung zu übernehmen. Die Operationseinrichtung, ein kleines Labor und ein Röntgengerät sollen angeschafft werden. Die INTERPLAST-Stiftung leistet hier finanzielle Unterstützung.

15. Hospitation in Hand- und Mikrochirurgie für Chirurgen im Nepal-Hospital
Der 32 jährige nepalesische Chirurg Dr. Santosh Bikram Bhandari arbeitet seit 2009 im SKM-Hospital in Sankhu und hat sich fachlich sehr bewährt. Auf Grund der vielen Handverletzungen in Nepal und den komplexen Verwundungen ist eine spezielle Weiterbildung in Mikrochirurgie dringend von Nöten, um auch diesen Patienten adäquat helfen zu können. Das Zentrum für Plastische Chirurgie in Coimbatore in Indien hat Dr. Santosh eingeladen, als Gastarzt in der Handchirurgie und Mikrochirurgie zu hospitieren. Um ihm dies finanziell zu ermöglichen, wird ihm die INTERPLAST-Stiftung helfen. So wird auch das längerfristige Ziel vorbereitet, dass INTERPLAST-Hospital in nepalesische Hände zu übergeben.

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